Die schriftliche Prüfung

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Oktober 2005

Schriftliche Prüfung Online

  1. Zu welcher Störungsgruppe zählt die Gedankenausbreitung?

  2. Gedächtnisstörungen
    Affektstörungen
    Formale Denkstörungen
    Ich-Störungen
    Inhaltliche Denkstörungen

     

  3. Beim amnestischen Syndrom (Korsakow) ist das Gedächtnis in der Regel wie folgt gestört:

  4. Konfabulationen
    Erinnerungslücken
    Störung des Kurzzeitgedächtnisses
    Fehldeutung von Wahrgenommenem
    Komplette Erinnerungslosigkeit

     

  5. Welche Symptome sind typisch für eine Demenz bei der HIV-Krankheit?

  6. dauernde Antriebssteigerung
    Fortschreitende Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
    Antriebsarmut
    Symptome treten erst nach dem 70. Lebensjahr auf
    die lebenspraktischen Funktionen sind nicht beeinträchtigt

     

  7. Was ist für eine depressive Episode nach ICD-10 charakteristisch?

  8. Gedanken über eigene Wertlosigkeit
    Begleitung durch die sogenannten "somatischen" Symptome
    Verlust der Freude
    Verminderung von Antrieb und Aktivität
    es besteht immer ein Abendtief

     

  9. Eine Störung der Vitalgefühle bei affektiven Störungen besteht vor allem in:

  10. Ängstlichkeit
    Suizidassoziierte Handlungen oder Denkweisen
    Denkhemmungen
    Leibliche Befindlichkeitsstörungen
    Störungen (Verlust oder Steigerung) des Selbstwertgefühls

     

  11. Was sind die Hauptkennzeichen der schizophrenen Psychosen?

  12. Denkstörungen
    Wahn
    Halluzinationen
    Quantitative Bewusstseinsstörungen
    Intelligenzstörungen

     

  13. Welche Merkmale gehören zum präsuizidalen Syndrom (nach Ringel)?

  14. Erleben von Ausweglosigkeit
    Aggressionsstauung und Aggressionsumkehr
    Einengung der Wertewelt
    Soziale Isolation
    Suizidphantasien

     

  15. Was versteht man unter dem Begriff des erweiterten Suizid nach üblicher Definition?

  16. Tötung auf Verlangen durch eine andere Person (z.B. bei unheilbaren Krankheiten)
    die Tötung einer anderen Person (z.B. der Ehefrau oder Kinder), ohne deren Einverständnis, verbunden mit dem eigenen Suizid
    den vorzeitigen Tod bewusst in Kauf nehmendes, lebensverkürzendes Verhalten (z.B. exzessives Rauchen, extrem leichtsinniges Verhalten im Straßenverkehr)
    Suizid einer Person, um einer nahestehenden Person, die zuvor Suizid begangen hat, in den Tod zu folgen
    Tod in Aufopferung für nahe Mitmenschen, angesichts tödlicher Gefahr

     

  17. Welche der folgenden Symptome zählen zu den Negativsymptomen der Schizophrenie?

  18. Halluzinationen
    Affektverflachung
    Wahn
    Aufmerksamkeitsstörung
    Sozialer Rückzug

     

  19. Welche Therapieform findet bei phobischen Syndromen eine besondere Anwendung?

  20. Systemische Familientherapie
    Verhaltenstherapie
    Denkhemmung
    Hypnose
    Klassische Psychoanalyse

     

  21. Die Entwicklungspsychologie gibt der Entwicklung des kindlichen Spiels eine große Bedeutung. Ordnen Sie die verschiedenen Arten kindlichen Spiels in der chronologisch richtigen Reihenfolge bei normgerechter Entwicklung!

  22. Rollenspiel - Regelspiele - Sensomotorisches Spiel
    Rollenspiel - Sensomotorisches Spiel - Regelspiele
    Sensomotorisches Spiel - Regelspiele - Rollenspiel
    Sensomotorisches Spiel - Rollenspiel - Regelspiele
    Regelspiele Rollenspiel - Sensomotorisches - Spiel

     

  23. Zu den charakteristischen Symptomen bei der Manie zählen:

  24. Pessimismus
    Hypersomnie
    Psychomotorische Enthemmung
    Größenideen
    Zerfahrenheit

     

  25. Welcher Befund ist am ehesten mit einer leichten Intelligenzminderung vereinbar?

  26. Eine sprachliche Verständigung ist nicht möglich.
    Einfache praktische Arbeitstätigkeiten können ausgeübt werden.
    Der Intelligenzquotient (IQ) liegt im Bereich um 30.
    Durch Einnahme von Ritalin® werden normale schulische Leistungen erreicht.
    Erste Manifestation der Symptome im jungen Erwachsenenalter.

     

  27. Welche der folgenden Aussagen zur Psychoanalyse treffen zu?

  28. Der Mensch hat Mechanismen entwickelt, um Konfliktimpulse, die er nicht akzeptieren will oder kann, gewissermaßen schon im Keime zu ersticken und sie auf diese Weise gar nicht ins Bewusstsein kommen zu lassen
    Der Patient verdrängt bewußt.
    Der Mensch ist ohne weiteres bereit und/oder fähig, alle Inhalte des "Es" bewusst werden zu lassen und sie somit auch als Teil des eigenen Seelenlebens zu akzeptieren
    Die Sublimierung ist ein Abwehrmechanismus.
    Die Abwehrmechanismen dienen der Angstabwehr.

     

  29. Mit Hilfe welches Abwehrmechanismus werden verpönte Hassimpulse gegen eine bestimmte Person in besondere Freundlichkeit gegenüber dieser Person verwandelt?

  30. Rationalisieren
    Verschiebung
    Reaktionsbildung
    Sublimierung
    Projektion

     

  31. Welche Aussage zum Delirium tremens trifft zu?

  32. Krampfanfälle können Vorboten eines nahenden Delirs sein
    Wahnvorstellungen schließen ein Delirium tremens aus
    Zittern stellt ein seltenes Symptom der Erkrankung dar
    Unbehandelt führt ein Delirium tremens in unter 1% der Fälle zum Tode
    Das Delirium tremens tritt nur ab einem Blutalkoholspiegel von mehr als 3 Promille auf

     

  33. Welches sind die drei wichtigen Elementen in der Gesprächstherapie (nach ROGERS)?

  34. Annehmen und Wertschätzen
    Echtheit und Selbstkongruenz
    Fokussieren
    Empathie und Verbalisierung
    Suggestionen

     

  35. Welche Symptome deuten auf eine Schizophrenie (nach ICD-10) hin?

  36. Suggestibilität
    Einschiebungen in den Gedankenfluss
    Schizophrene Störungen können durch inadäquate oder verflachte Affekte gekennzeichnet sein
    Kommentierende oder dialogische Stimmen, die über den Betroffenen sprechen
    Die Bewusstseinsklarheit und die intellektuellen Fähigkeiten sind immer beeinträchtigt

     

  37. Was bezeichnet der Begriff Polytoxikomanie?

  38. die Entzugssymptomatik
    das Bedürfnis eine Substanz einzunehmen
    eine Mehrfachabhängigkeit, bei der abhängig machende Substanzen verschiedener Gruppen eingenommen werden
    den Kontrollverlust hinsichtlich der Konsummenge
    die Entstehung von Abhängigkeit

     

  39. Was gilt für die Gefühlswelt beim Derealisations- und/oder Depersonalisationssyndrom (nach ICD-10)?

  40. Die Betroffenen klagen u.a. über den Verlust von Emotionen und über das Abgetrenntsein ihren Gedanken von der realen Welt.
    Es besteht keine Krankheitseinsicht.
    Die Überzeugung an einer schweren Erkrankung zu leiden.
    Die Betroffenen sind sich der Unwirklichkeit ihrer Veränderung bewußt.
    Der eigene Körper wird als unwirklich erlebt.

     

  41. Auf die Frage, ob er traurig sei, bricht der Patient sofort in Tränen aus. Auf welche Affektstörung weißt dieses Verhalten am ehesten hin?

  42. Deprimiertheit
    Euphorie
    Ambivalenz
    Gefühl der Gefühllosigkeit
    Affektinkontinenz

     

  43. Welche Aussage zum Betreuungsgesetz trifft zu?

  44. Der zu Betreuende muss schwerbehindert sein.
    Der Betreute muss zumindest gesetzlich krankenversichert sein.
    Ein Betreuer kann auch auf Antrag des Betroffenen bestellt werden.
    Der zu Betreuende muss geschäftsunfähig sein.
    Der Einwilligungsvorbehalt ist unabdingbarer Bestandteil jeder Betreuung.

     

  45. Zu den stützenden psychotherapeutischen Verfahren gehören besonders:

  46. Bioenergetik
    progressive Muskelrelaxation
    Gestalttherapie (nach Perls)
    Gesprächspsychotherapie (nach Rogers)
    Hypnotherapie

     

  47. Ein 27-jähriger Mann hat aufgrund von Alkoholproblemen seinen letzten Arbeitsplatz verloren. Wegen seines aggressiven Verhaltens sind schon mehrere Beziehungen mit Partnerinnen auseinander gegangen. Er sieht die Schuld hierfür grundsätzlich bei seinen Partnerinnen. Aus einer Partnerschaft ist ein Sohn hervorgegangen, um den er sich nicht kümmert und keinen Unterhalt bezahlt. Wegen körperlichen Angriffen wurde er auch schon einmal mit einem Jahr Gefängnis bestraft. Doch hat er daraus nichts gelernt.
    Welche Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) liegt am ehesten vor?

  48. Ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung
    Schizoide Persönlichkeitsstörung
    Histrionische Persönlichkeitsstörung
    Anankastische Persönlichkeitsstörung
    Dissoziale Persönlichkeitsstörung

     

  49. Was zählt man zu den inhaltlichen Denkstörungen?

  50. Wahnideen
    Inkohärenz (sprunghaftes Denken)
    Hemmung des Denkens
    Vorbeireden
    Ideenflüchtigkeit

     

  51. Zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen zählen:

  52. Bewusstseinsverschiebung
    Bewusstseinseinengung
    Sopor
    Somnolenz
    Koma

     

  53. Welche Erscheinungen zählen zum Symptomkreis der Demenz?

  54. Herzneurose
    Chronische Gastritis
    Merkfähigkeitsstörungen
    Orientierungsstörung (im Hinblick auf Ort und Zeit)
    Beeinträchtigung der Urteilsfähigkeit

     

  55. Welche Störungen lassen sich mit der systematischen Desensibilisierung bevorzugt behandeln?

  56. Akute und subakute Psychosen
    Zwänge
    Isolierte Phobien
    Situativ gebundene Ängste
    Frei flottierende Ängste
 

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