Provokationen wie z.B. „Wenn Sie sich umbringen wollen, dann tun Sie es doch ...“ sollten in jedem Fall vermieden werden. Sie zeigen Ablehnung und könnten als Aufforderung verstanden werden. Der Therapeut sollte auf Trennungsängste achten und keine suizidalen Patienten aufnehmen, wenn er nicht in der Lage ist (z.B. wegen Urlaub), einen konstanten Kontakt zu halten. Bagatellisierungen und schulterklopfende Aufmunterungen wie „... es ist doch alles gar nicht so schlimm ...“, eine zu schnelle Suche nach positiven Veränderungen oder eine einseitige Betonung der Aggressionsproblematik sind kontraproduktiv. Eine Beendigung der Sitzung durch den Patienten sollte in keinem Fall akzeptiert werden, ohne über die aktuellen suizidalen Wünsche des Patienten zu wissen.