Schriftliche Prüfung Online
Heilpraktiker Psychotherapie

März 2006

Mit den folgenden Aufgaben wird Ihr Wissen geprüft.
Sie erhalten jeweils eine Frage, zu der verschiedene Lösungsmöglichkeiten angegeben werden.

Beantworten Sie bitte die folgenden Aufgaben, indem Sie die richtigen Antworten anklicken.

Frage 1

Unter dem Begriff "Craving" versteht man:

Vernachlässigung von sozialen Kontakten
ein unwiderstehliches Verlangen nach einer Substanz
eine Toleranzentwicklung während des Substanzmissbrauchs
das Suchtpotential einer Substanz
Beschaffungskriminalität

 

Frage 2

Die Parkinsonkrankheit ist häufig verbunden mit psychischen Störungen, die den motorischen Symptomen vorausgehen können. Hierbei handelt es sich am häufigsten um:

schwere kognitive Beeinträchtigungen
Wahn
Depressionen
Angststörungen
Halluzinationen

 

Frage 3

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Symptome einer schizophrenen Erkrankung sind:

Wahn
Orientierungsstörungen
Ich-Störungen
Störungen der Affektivität
Halluzinationen

 

Frage 4

Bei schweren Depressionen können zur Behandlung Medikamente eingesetzt werden, die mit der Sammelbezeichnung "Antidepressiva" bezeichnet werden. Welche der folgenden Aussagen zu dieser Medikamentengruppe treffen zu?

Sie hellen die Stimmung auf.
Es besteht die Gefahr der Medikamentenabhängigkeit bei höherer Dosierung.
Die beabsichtigte Wirkung setzt nach 2-5 Tagen ein.
Zu Beginn der Behandlung kann es zu Koordinationsstörungen, Mundtrockenheit und Sehstörungen kommen.

 

Frage 5

Eine im sechsten Monat schwangere Patientin kommt erstmals in Ihre Praxis und klagt über Schlafstörungen wegen ständiger nächtlicher Lärmbelästigungen durch die Nachbarn. Sie wohnt in einem ruhigen kleinen Dorf. Welche Aussage trifft am ehesten zu?

Es handelt sich um eine hormonell bedingte Überempfindlichkeit, die sich nach der Geburt normalisieren wird.
Es könnte sich um eine beginnende Psychose handeln, aber in der Schwangerschaft dürfen keinerlei Medikamente eingenommen werden.
Vor einer körperlichen Diagnostik muss der Entbindungstermin abgewartet werden.
Eine Psychoanalyse könnte die eigentliche Ursache der Schlafstörungen aufdecken, ist in der Schwangerschaft aber kontraindiziert.
Zur Abklärung einer möglichen Psychose sind fremdanamnestische Angaben erforderlich.

 

Frage 6

Wie wird der Body-Mass-Index (BMI, Körpermassenanzahl) berechnet?

Körpergewicht in kg / Quadrat der Körpergröße in m
Körpergewicht in kg / Bauchumfang in cm
Körpergewicht in m / Körpergewicht in kg
Körpergröße in cm - 100
Körpergröße in m / Brustumfang in m

 

Frage 7

Welche der genannten Erkrankungen bringt das größte Risiko mit sich, an der Erkrankung zu sterben?

Bulimia nervosa
Anorexia nervosa
Hypochondrische Störung
Somatoforme autonome Funktionsstörung (Herz- und Kreislaufsystem)
Generalisierte Angststörung

 

Frage 8

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu? Ein Déjà-vu-Erlebnis ist gekennzeichnet durch:

Gefühl, etwas schon einmal gesehen zu haben
Ablaufen des eigenen "Lebensfilms" in ganz kurzer Zeit
Empfindung, als schaue man sich selbst zu, wie man im Leben handelt

 

Frage 9

Welche Aussage trifft zu? Die "systematische Desensibilisierung" ist eine Technik aus der:

Verhaltenstherapie
Psychoanalyse
Gesprächspsychotherapie
Logotherapie
Körperorientierte Psychotherapie

 

Frage 10

Welche der folgenden Aussagen zur Suizidalität treffen zu?

Zu Beginn der Behandlung einer Depression mit Antidepressiva kann die Suizidalität zunehmen.
Zu Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung einer Depression kann die Suizidalität zunehmen.
Die überwiegende Zahl von Suiziden erfolgt als Folge krankheitsunabhängiger schwieriger Lebensumstände wie Arbeitslosigkeit oder Familienstand und weniger im Rahmen einer psychischen Erkrankung.
In der Bundesrepublik Deutschland sterben mehr Menschen an Suizid als an illegalen Drogen.
Hinterbliebene nach Suizid haben ein erhöhtes Risiko selbst psychisch zu erkranken.

 

Frage 11

Unter Abwehr versteht man in der Psychoanalyse alle intrapsychischen Operationen, die das Ziel haben, unlustvolle Gefühle nicht bewusst werden zu lassen. Welche der folgenden Begriffe sind Abwehrmechanismen?

Projektion
Spaltung
Verdrängung
Narzissmus
Identifikation

 

Frage 12

Zu den formalen Denkstörungen zählen:

Neologismen
Ich-Erlebnis-Störungen
Gedanken-Lautwerden
Beeinflussungserleben
Perseverationen

 

Frage 13

Als charakteristische formale Denkstörung ist bei der depressiven Episode vor allem zu finden:

Gedankenabreißen
Vorbeireden
Denkhemmung
Umständliches Denken
Inkohärenz

 

Frage 14

Sublimierung kann sein:

Konfrontation mit unterschwelligen Wahrnehmungsreizen
Therapeutische Intervention bei Zwangserkrankungen
Befriedigung frustrierter Wünsche durch Imagination (Tagträume)
Befriedigung sexueller Bedürfnisse durch sozial akzeptable Ersatzhandlungen
Analyse der Gegenübertragung in der Psychoanalyse

 

Frage 15

Bei welcher der folgenden Krankheiten ist das Symptom "Verarmungswahn" typisch?

Schizoaffektive Psychose
Schizophrenia simplex
Schwere Depression
Hebephrenie
Paranoid-halluzinatorische Psychose

 

Frage 16

Welche Aussage trifft zu? Die Trichotillomanie (Haarausreißen) gehört nach der ICD-10 Klassifikation psychischer Störungen zu den:

Organischen Störungen
Affektiven Störungen
Zwangsstörungen
Entwicklungsstörungen
Störungen der Impulskontrolle

 

Frage 17

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Manische Syndrome können gekennzeichnet sein durch:

Gereiztheit
Euphorische Stimmungslage
Konzentrationsstörungen
Assoziationslockerung
Fremdaggressives Verhalten

 

Frage 18

Welcher der folgenden Aussagen über Angstneurosen trifft (treffen) zu?

Psychodynamisch besteht nicht selten eine Trennungsempfindlichkeit.
In der Regel findet sich eine dissoziative Amnesie.
Länger anhaltende Angstzustände (zu unterscheiden von Angstanfällen) sind selten.

 

Frage 19

Eine typische formale Denkstörung bei Schizophrenie ist:

Haften an denselben Themen, kombiniert mit Umständlichkeit
Größenideen
Denkzerfahrenheit
Wahneinfall
Denkhemmung

 

Frage 20

Bei der sog. larvierten Depression stehen im Vordergrund der Beschwerdeschilderung:

Körperliche Beschwerden
Antriebsminderung
Selbstmordphantasien
Affektive Beeinträchtigungen
Denkstörungen

 

Frage 21

Als Neuroleptika werden Substanzen bezeichnet, die psychotische Sinnestäuschungen, Wahngedanken, schizophrene Ich-Störungen und katatone Symptome bessern. Welche Aussage trifft zu?

Neuroleptika können mit anderen Medikamenten, z.B. Schlaftabletten kombiniert werden, ohne dass sich deren Wirkung verstärkt.
Neuroleptika können zur Entwicklung extrapyramidalmotorischer Symptome führen.
Häufig ist als "Nebenwirkung" eine irreversible Hypertonie zu beobachten.
Nach einer erfolgreich behandelten schizophrenen Episode sollte keine Rezidivprophylaxe durchgeführt werden, da diese erfahrungsgemäß keine weiteren Episoden verhindert.
Bei Einnahme von Neuroleptika ist stets mit einer Gewichtsabnahme, die auch gering sein kann, zu rechnen.

 

Frage 22

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Bei der verhaltenstherapeutischen Behandlung von chronischer Insomnie (Schlaflosigkeit)...

werden schlaffördernde Verhaltensweisen verstärkt.
wird der Patient angehalten, im Bett zu bleiben, während er wach liegt.
wird der Patient angehalten, möglichst lange zu schlafen.
wird Gedankenstopp eingesetzt.
vermindert Entspannungstraining die körperliche Übererregung.

 

Frage 23

Welche Aussage zur Zwangsstörung trifft zu?

Bei einer Zwangsstörung werden Gedankenzwänge als von anderen Personen eingegeben und nicht als eigene Gedanken angesehen.
Eine psychosoziale Beeinträchtigung durch Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen ist ausgeschlossen, weil sie in der Regel nur wenige Minuten am Tag andauern.
Zwangsgedanken und Zwangshandlungen werden von den Betroffenen meist als praktisch begründet und situationsangemessen angesehen.
Zwangsgedanken werden in der Regel gefühlsneutral wahrgenommen, rufen weder große Ängste noch großes Unbehagen hervor.
Handlungen im Sinne einer Zwangsstörung dienen dazu, Unwohlsein und Angst zu verhindern oder zu reduzieren, oder gefürchteten Ereignissen und Situationen vorzubeugen.

 

Frage 24

Abwehr ist psychodynamisch gesehen die Fähigkeit:

Sich auf andere emotional einzurichten.
Mit eigenen Bedürfnissen und Gefühlen umzugehen.
Das seelische Gleichgewicht in inneren und äußeren Konflikten durch bestimmte Strategien wiederherzustellen.
Der Selbstreflexion.
Zwischen Selbst und Objekten zu unterscheiden.

 

Frage 25

Welche der folgenden Aussagen treffen bei der psychotherapeutischen Behandlung chronischer Schmerzen zu?

Typischerweise gelingt es zuerst, die Schmerzempfindung zu verringern, während die schmerzbedingten Einschränkungen im alltäglichen Leben erst danach abnehmen.
Die Aufarbeitung frühkindlicher Konflikte ist vorrangig.
Es werden schmerzhemmende Erlebens- und Verhaltensmuster eingeübt.
Soziale Faktoren werden ausgeklammert.
Das Erlernen wirksamer Problemlösestrategien erhöht die Selbstkontrolle und die Selbstwirksamkeit des Patienten.

 

Frage 26

Die drei Grundprinzipien der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie nach Rogers sind:

Konflikt - Anpassung - Trauma
Problem - Regression - Somatisierung
Akzeptanz - Empathie - Echtheit
Verhalten - Lernen - Kommunikation
Interaktion - Rückkopplung - Anpassung

 

Frage 27

Selbststeuerung wird als planvolles, zielgerichtetes Handeln und aktives, bewusstes Problemlösen verstanden. Welche der folgenden Methoden sind Methoden der Selbststeuerung?

Selbstbeobachtung
Stimuluskontrolle
Selbstverstärkung und -bestrafung
Gedankenstopp
Progressive Muskelrelaxation

 

Frage 28

Die Behandlung von Alkoholikern läuft in verschiedenen Phasen ab. Welche Aussage trifft zu?

In der Motivationsphase werden nach erfolgter Entwöhnung die Grundlagen für eine dauerhafte Abstinenz erarbeitet.
Die Entwöhnungsphase wird auch als Entgiftungsphase bezeichnet.
Die Reihenfolge der Behandlungsphasen ist: Motivation - Entwöhnung - Entgiftung - Rehabilitation.
In der Rehabilitationsphase ist die Gabe von Medikamenten entscheiden für die Langzeitstabilität.
In der Entgiftung können lebensbedrohliche Symptome auftreten.