Schriftliche Prüfung Online
Heilpraktiker Psychotherapie

März 2019

Mit den folgenden Aufgaben wird Ihr Wissen geprüft.
Sie erhalten jeweils eine Frage, zu der verschiedene Lösungsmöglichkeiten angegeben werden.

Beantworten Sie bitte die folgenden Aufgaben, indem Sie die richtigen Antworten anklicken.

 

Frage 1

Welche Aussage zu Demenzerkrankungen trifft zu?

Die Lewy-Körperchen-Demenz ist die häufigste Form der Demenzerkrankung
Die Demenz bei Alzheimer-Krankheit ist durch einen akuten Beginn und dem plötzlichen Verfall der kognitiven Fähigkeiten gekennzeichnet
Die Creutzfeld-Jakob-Krankheit tritt als sehr langsam fortschreitende Demenz in Erscheinung
Zu Beginn der Demenz bei Pick-Krankheit (frontotemporale Demenz) stehen Charakterveränderungen und der Verlust sozialer Fähigkeiten im Vordergrund
Die Blutwerte zeigen bei Demenz spezifische Veränderungen

 

Frage 2

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?
Negativsymptom(e) eines schizophrenen Residuums ist/sind:

Psychomotorische Verlangsamung
Affektverflachung
Passivität und Initiativemangel
Akustische und optische Halluzinationen
Negativismus

 

Frage 3

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Neben der Psychopharmakotherapie und Psychotherapie sind nachgewiesen wirksame Methoden der Behandlung einer depressiven Episode:

Wachtherapie (Schlafentzugstherapie)
Elektrokonvulsive Therapie (EKT)
Hyperbare Oxygenierung
Lichttherapie
Aderlass

 

Frage 4

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Zu den typischen Differentialdiagnosen bei einer depressiven Episode (nach ICD-10) zählen:

Organisch bedingte depressive Symptomatik
Paranoide Persönlichkeitsstörung
Anpassungsstörung
Hypothyreose
Dysthymia

 

Frage 5

Welche der folgenden Aussagen zur psychotischen Störung Alkoholhalluzinose treffen zu?

Wahnideen sprechen gegen eine Alkoholhalluzinose
Psychomotorische Störungen wie z. B. Erregung können auftreten
Charakteristisch sind ausgeprägte vegetative Begleiterscheinungen
Bewusstseinstrübung ist ein Hauptmerkmal bei der Alkoholhalluzinose
Die Alkoholhalluzinose ist typischerweise durch akustische Halluzinationen und Angst gekennzeichnet

 

Frage 6

Eine Frau bittet einen Therapeuten wegen ihres 7-jährigen Sohnes, der an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leidet, um Hilfe.
Welche Aussage trifft zu?

Der Therapeut sollte grundsätzlich von einer Psychopharmakotherapie abraten
Bei oppositionellen Problemverhalten des Kindes ist ein Elterntraining kontraindiziert
Ein soziales Kompetenztraining ist immer indiziert
Bei Kindern mit Problemen in der Schule sollte der Schwerpunkt der Behandlung auf einer Psychoedukation der Eltern liegen
Mit einem Token-System (z. B. Sternchen, die in andere Verstärker eingetauscht werden können) lässt sich Verhalten gezielt operant konditionieren

 

Frage 7

Bei der Erhebung der Anamnese eines depressiven Patienten ist die Frage nach der Suizidalität obligat, um …

die Angehörigen in die Verantwortung nehmen zu können.
den Grad der suizidalen Gefährdung abschätzen zu können.
das für den Betroffenen richtige Antidepressivum auswählen zu können.
die als Voraussetzung für Suizidhandlungen unerlässlichen depressiven Wahninhalte erfassen zu können.
den Betroffenen stationär unterbringen zu können.

 

Frage 8

Welches der folgenden Therapieverfahren eignet sich besonders für die Behandlung der Zwangsstörung?

Psychopharmakotherapie mit Mood Stabilizern (Stimmungsstabilisierer)
Katathyme imaginative Therapie
Hypnose
Kognitive Verhaltenstherapie ohne Exposition
Kognitive Verhaltenstherapie einschließlich Exposition

 

Frage 9

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Bei einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) nach ICD-10 treten folgende Symptome gehäuft auf:

Sozialer Rückzug
Depression
Albträume
Ideenflucht
Logorrhö

 

Frage 10

Welche der folgenden Therapiemethoden sollten bei der Behandlung der spezifischen Phobie im Vordergrund stehen?

Entspannungsverfahren
Medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva
Medikamentöse Behandlung mit Anxiolytika
Expositionstherapie
Psychodynamische Therapie

 

Frage 11

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Diagnostische Leitlinien für den schädlichen Gebrauch von psychotropen Substanzen (nach ICD-10) sind:

Sozial unüblicher Konsum der entsprechenden Substanz
Starker Wunsch oder eine Art Zwang die Substanz zu konsumieren
Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Substanzkonsums
Körperliche Störung aufgrund des Substanzkonsums
Psychische Störung aufgrund des Substanzkonsums

 

Frage 12

Welche der folgenden Aussagen zur psychiatrisch-psychotherapeutischen Diagnostik treffen zu?

In der Anamnese sollte auch immer nach körperlichen Vorerkrankungen gefragt werden
Zu einer vollständigen psychiatrisch-psychotherapeutischen Anamnese gehört auch die Sexualanamnese
Nach Suizidalität sollte nicht im Erstgespräch gefragt werden, da in dieser Situation noch keine Vertrauensbasis zwischen Patient und Untersucher besteht
Die Beurteilung der Orientierung, der Affektivität, des Antriebs und der Wahrnehmung sind wichtige Inhalte des psychopathologischen Befundes
Anamnese, eigene Beobachtungen des Untersuchers sowie gegebenenfalls psychologische Teste und fremdanamnestische Angaben sind die Grundlage für die Erstellung eines psychopathologischen Befundes

 

Frage 13

Ein 49-jähriger Mann kommt in Ihre Praxis, da er sich seit mehreren Wochen und ohne erkennbaren Anlass traurig und weniger leistungsfähig als früher fühlt. Sie vermuten eine leichte depressive Episode (nach ICD-10).
Welche der folgenden Symptome passen am besten zu dieser Verdachtsdiagnose?

Kreisende Gedanken
Verarmungswahn
Antriebsstörung
Schlafstörungen
Bewusstseinsstörung

 

Frage 14

Welche der folgenden Aussagen zur Somatisierungsstörung (nach ICD-10) treffen zu?

Die Betroffenen sind aufgrund ihres hohen Leidensdrucks meist rasch zu einer Psychotherapie motivierbar
Im Störungsverlauf kann es zu einer Abhängigkeit oder einem Missbrauch von Medikamenten kommen
Die Diagnose kann nach 3 Monaten bei entsprechender Symptomatik gestellt werden
Die Störung tritt bei beiden Geschlechtern gleich häufig auf
Die Störung beginnt meist im frühen Erwachsenenalter

 

Frage 15

Bei welchen der folgenden Erkrankungen wirken psychische Faktoren in der Krankheitsentstehung oder -verschlimmerung mit?

Colitis ulcerosa
Enterocolitis regionalis (Morbus Crohn)
Asthma bronchiale
Essenzielle arterielle Hypertonie
Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte)

 

Frage 16

Welche der folgenden Aussagen zur Benzodiazepinabhängigkeit trifft (treffen) zu?

Abhängigkeitsstörungen von Benzodiazepinen sind selten und treten in der Regel erst nach sechs Monaten Gebrauch auf
Die Halbwertszeiten von Benzodiazepinen haben keinen Einfluss auf den Zeitpunkt des Auftretens von Entzugserscheinungen
Durch kontrollierte und zeitlich begrenzte Verschreibungen lässt sich das Risiko der Abhängigkeitsentwicklung verringern
Risiken des langfristigen Gebrauchs von Benzodiazepinen sind neben der Abhängigkeitsentwicklung, Sturzneigung und kognitive Einbußen
In der Substitutionstherapie hat sich Methadon bei Benzodiazepinabhängigkeit bewährt

 

Frage 17

In der psychotherapeutischen Behandlung werden oft Entspannungsmethoden eingesetzt.
Welche Aussage zu Entspannungsmethoden trifft am ehesten zu?

Das Erlernen einer Entspannungsmethode (z. B. Progressive Muskelrelaxation) ist notwendig, um die systematische Desensibilisierung erfolgreich umsetzen zu können
Die Wirkung von progressiver Muskelrelaxation (PMR) beruht auf autosuggestiver Konzentration
Bei der Anwendung von Entspannungsmethoden können keine Angstzustände auftreten
Entspannungsmethoden sind bei Abhängigkeitserkrankungen kontraindiziert
Vor dem Einsatz von Entspannungsmethoden sollten Beruhigungsmedikamente eigenommen werden

 

Frage 18

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Typische formale Denkstörungen bei einer manifesten Schizophrenie sind:

Katalepsie
Gedankenentzug
Gedankenabreißen
Inkohärenz
Neologismen

 

Frage 19

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Typische Methoden/Vorgehensweisen der kognitiven Umstrukturierung sind am ehesten:

Empirische Überprüfung verzerrter Wahrnehmungen
Traumdeutung
Sokratischer Dialog
Motivierende Gesprächsführung (Motivational Interviewing)
Empathisches Validieren

 

Frage 20

Welche der folgenden Störungen werden nach ICD-10 zu den neurotischen, Belastungs- und somatoformen Störungen gerechnet?

Angststörungen
Zwangsstörungen
Schizophrenien
Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen
Dissoziative Störungen

 

Frage 21

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Diagnostische Leitlinien für ein Delir (nach ICD-10) sind:

Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
Irreversible kognitive Störung
Dauer von mindestens 6 Monaten
Störungen des Bewusstseins und der Aufmerksamkeit
Affektive Störungen wie Depression, Angst oder Reizbarkeit

 

Frage 22

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Das Rollenspiel im Rahmen der Verhaltenstherapie beruht insbesondere auf den Lernmechanismen:

Indirekte Bestrafung
Positive Verstärkung
Negative Verstärkung
Lernen am Modell
Habituation

 

Frage 23

Welche der folgenden Aussagen zur freiheitsentziehenden Unterbringung eines Betreuten (nach Bürgerlichem Gesetzbuch, BGB) treffen zu?

Eine Unterbringung des Betreuten durch den Betreuer, die mit Freiheitsentziehung verbunden ist, ist nur zulässig, solange sie zum Wohl des Betreuten erforderlich ist.
Die Unterbringung ist nur mit Genehmigung des Betreuungsgerichtes zulässig. Ohne die Genehmigung ist die Unterbringung nur zulässig, wenn mit dem Aufschub Gefahr verbunden ist. Die Genehmigung ist dann unverzüglich nachzuholen.
Liegt eine Patientenverfügung vor, so ist eine Unterbringung nach BGB nicht möglich.
Eine Unterbringung ist nur in psychiatrischen Kliniken, nicht aber in Pflegeheimen möglich.
Im Rahmen der Erteilung einer Genehmigung zur Unterbringung muss das zuständige Gericht ein Sachverständigengutachten einholen.

 

Frage 24

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Bei einer katatonen Schizophrenie (nach ICD-10) …

kann autogenes Training erfolgreich eingesetzt werden.
kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen.
treten keine Halluzinationen auf.
stehen psychomotorische Störungen im Vordergrund.
sind Psychopharmaka kontraindiziert.

 

Frage 25

Welche der folgenden Aussagen zur Chorea Huntington treffen zu?

Erste Symptome der Krankheit zeigen sich meist zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr
Bei frühzeitiger Therapie kann die Erkrankung geheilt werden
Psychische Beschwerden gehen den Bewegungsstörungen oft mehrere Jahre voraus
Die Bewegungsstörungen beginnen meist mit Hyperkinesen bei verringertem Muskeltonus
Die geistige Leistungsfähigkeit ist nicht beeinträchtigt

 

Frage 26

Welche der folgenden Aussagen zum Intelligenztest (z. B. Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene, Mittelwert 100, Standardabweichung 15) treffen zu?

Bei einem IQ (Intelligenzquotient) von 100 haben 50 % der Referenzgruppe einen höheren Intelligenzquotienten
Ein IQ von 50 entspricht der durchschnittlichen Intelligenz
Ein IQ von 115 entspricht einem Prozentrang von 99 (99 % der Referenzgruppe erreichen niedrigere Werte im Test)
30 % der Menschen liegen zwischen einem IQ von 85 und 115
Ein IQ von weniger als 20 entspricht nach ICD-10 einer schwersten Intelligenzminderung

 

Frage 27

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?
Für eine schizoide Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) spricht/sprechen am ehesten:

Wenige oder überhaupt keine Tätigkeiten bereiten Freude
Starke Neigung zu theatralischem Verhalten und übertriebener Ausdruck von Gefühlen
Übersteigertes Interesse an sexuellen Erfahrungen mit anderen Menschen
Mangel an engen Freunden oder vertrauensvollen Beziehungen
Übermäßiges Bedürfnis nach Anerkennung und Bewunderung

 

Frage 28

Welche der folgenden Aussagen zu somatoformen Störungen (nach ICD-10) treffen zu?

Depressive Störungen können begleitend auftreten
In den meisten Fällen geht einer somatoformen Schmerzstörung eine nachweisbare organische Ursache (z. B. Verletzung) voraus
Eine Chronifizierung tritt nur in sehr seltenen Fällen auf
Beim Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung ist ein Antipsychotikum Mittel der Wahl
Patienten mit einer somatoformen Störung suchen häufig primär einen Hausarzt oder Internisten auf