Schriftliche Prüfung Online
Heilpraktiker Psychotherapie

Oktober 2015

Mit den folgenden Aufgaben wird Ihr Wissen geprüft.
Sie erhalten jeweils eine Frage, zu der verschiedene Lösungsmöglichkeiten angegeben werden.

Beantworten Sie bitte die folgenden Aufgaben, indem Sie die richtigen Antworten anklicken.

 

Frage 1

Welche der folgenden Zwänge zählen zu den Zwangshandlungen?

Waschzwang
Kontrollzwang
Zwangsbefürchtungen
Ordnungszwang
Grübelzwang

 

Frage 2

Welche Aussage zu Essstörungen (nach ICD-10) trifft zu?

Im Verlauf von Essstörungen ist das Auftreten von Suizidalität sehr selten
Die Anorexia nervosa wird durch eine Schilddrüsenerkrankung verursacht
Die Aufnahme großer Nahrungsmengen in kurzer Zeit spricht gegen eine Bulimia nervosa
Bei Essstörungen treten gehäuft affektive Auffälligkeiten auf
Bei der Anorexia nervosa treten keine endokrinen Störungen auf

 

Frage 3

Welche der folgenden Aussagen zu einer Demenz bei Alzheimer-Krankheit treffen zu?

Der Beginn ist akut mit rapider Verschlechterung
Eine Demenz bei Alzheimer-Krankheit kann zusammen mit einer vaskulären Demenz auftreten
An den hirnversorgenden Gefäßen bestehen charakteristische Veränderungen
Eine Demenz bei Alzheimer-Krankheit kann in einem frühen Stadium gut mit Vitamin-B-Präparaten behandelt werden
Die Differentialdiagnose umfasst u. a. die depressive Störung und das organische amnestische Syndrom

 

Frage 4

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Verminderter Antrieb ist ein typisches Symptom bei

schizophrenem Residuum
Hypothyreose
Stimulanzieneinnahme
manischer Episode
depressiver Episode

 

Frage 5

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Ursachen für eine Intelligenzminderung können sein:

Down-Syndrom
Alkoholembryopathie
Hypothyreose
Schädel-Hirn-Trauma nach Sturz vom Wickeltisch
Zustand nach Masernenzephalitis

 

Frage 6

Welche Aussage trifft zu?
Für die Diagnose einer akuten Belastungsreaktion wird nach den Kriterien der ICD-10 gefordert:

Symptome sind innerhalb von 6 Monaten nach einem belastenden Ereignis aufgetreten
Die Störung folgt dem Ereignis mit einer Latenz, die Wochen bis Monate dauern kann
Einem Ereignis folgend Auftreten einer heftigen psychischen Reaktion, die bis zu 12 Monaten anhalten kann
Angst und depressive Reaktion, die bis zu 2 Jahre nach einem Erlebnis anhalten
Unmittelbarer und klarer zeitlicher Zusammenhang zwischen einer ungewöhnlichen Belastung und dem Beginn der Symptome

 

Frage 7

Sie haben bei einem Patienten den Verdacht auf eine schizotype Störung (nach ICD-10).
Welche der folgenden Symptome stützen Ihren Verdacht im Rahmen der Differentialdiagnose?

Der Patient erscheint kalt und unnahbar
Ausgeprägte Ideenflucht
Antriebsschwäche
Misstrauen
Denken und Sprache vage, gekünstelt und umständlich

 

Frage 8

Welche der folgenden Aussagen zur Alkoholabhängigkeit trifft (treffen) zu?

Als somatische Folgeerkrankung kann eine Pankreatitis entstehen
Frauen sind ca. 5-mal häufiger betroffen
Alkohol verursacht lediglich eine psychische Abhängigkeit
Die Suizidalität ist gegenüber der Normalbevölkerung kaum erhöht
Es findet sich eine familiäre Häufung

 

Frage 9

Ein 25-jähriger Patient vermeidet es, sich in Geschäfte, Züge, Busse oder Flugzeuge zu begeben. Mehr berichtet er Ihnen zunächst nicht.
Welche Störung entspricht dieser Beschreibung am ehesten?

Panikstörung
Asperger-Syndrom
Klaustrophobie
Hypochondrie
Dissoziale Persönlichkeitsstörung

 

Frage 10

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Die histrionische Persönlichkeitsstörung ist nach ICD-10 gekennzeichnet durch:

Oberflächliche, labile Affekte
Übertriebene Pedanterie und Befolgung sozialer Konventionen
Leichte Beeinflussbarkeit durch andere Personen oder äußere Umstände
Theatralisches Auftreten oder übertriebener Ausdruck von Gefühlen
Gefühle von starkem Zweifel und übermäßiger Vorsicht

 

Frage 11

Welche der folgenden Merkmale müssen zur Diagnosestellung des Asperger-Syndroms nach ICD-10 erfüllt sein?

Kognitive Entwicklungsverzögerung
Manifestation vor Vollendung des dritten Lebensjahres
Sprachentwicklungsrückstand
Eingeschränkte, sich wiederholende, stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten
Störung der sozialen Interaktion

 

Frage 12

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Typische Merkmale des somatischen Syndroms bei einer depressiven Episode (nach ICD-10) sind:

Appetitverlust
Frühmorgendliches Erwachen
Schuldgefühle, Gefühl von Wertlosigkeit
Libidoverlust
Suizidgedanken

 

Frage 13

Welche der folgenden Aussagen zu Wahrnehmungsstörungen treffen zu?

Optische Halluzinationen sprechen gegen eine körperlich begründbare Psychose
Optische Halluzinationen bestimmen das klinische Bild der hebephrenen Schizophrenie
Eine Halluzination ist eine Sinnestäuschung ohne entsprechenden äußeren Reiz
Akustische Halluzinationen sind charakteristisch für die paranoide Persönlichkeitsstörung
Illusionäre Verkennungen treten u. a. beim Delir auf

 

Frage 14

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Zu den Methoden/Techniken der Verhaltenstherapie zählen:

Kognitive Umstrukturierung
Aufforderung an den Patienten, frei zu assoziieren
Gestalttherapie
Gesprächspsychotherapie nach Rogers
Reizkonfrontation

 

Frage 15

Welche der folgenden Aussagen zu sozialen Phobien (nach ICD-10) treffen zu?

Männer sind deutlich häufiger von der Störung betroffen als Frauen
Soziale Phobien können sich auch im Drang zum Wasserlassen äußern
Die Symptome erreichen nie das Ausmaß einer Panikattacke
Soziale Phobien beginnen meist im mittleren Lebensalter
Soziale Phobien können klar abgegrenzt sein und z. B. nur auf Essen in der Öffentlichkeit beschränkt sein

 

Frage 16

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?
Inhaber einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten Heilpraktikererlaubnis sind grundsätzlich berechtigt zur psychotherapeutischen Behandlung von Patienten mit

Tic-Störung
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
Anpassungsstörung
Angststörung
Exhibitionismus

 

Frage 17

Welche Aussage zum Alkoholdelir trifft zu?

Ein Delirium tremens kann auch während fortgesetzten Trinkens auftreten
Ein Vorbote des Delirium tremens ist vermehrter Schlaf
Ein Alkoholentzugsdelir tritt frühestens 5 Tage nach Beginn des Entzugs auf
Typisch ist die Symptomtrias: Bewusstseinsklarheit, ungestörte Orientierung und akustische Halluzinationen
Bei einem Delir treten folgende vegetativen Störungen auf: Hypotonie, Bradykardie, Frösteln

 

Frage 18

Welche der folgenden Aussagen zu neurotischen Störungen und Belastungsstörungen treffen zu?

Bei einer spezifischen Phobie erkennt der Patient, dass seine Angst übertrieben oder unvernünftig ist
Soziale Phobie und depressive Störungen kommen oft gemeinsam vor
Bei einer generalisierten Angststörung ist unter anderem die „Sorgenkonfrontation in sensu“ eine mögliche Behandlungsart
Vegetative Übererregtheit ist ein Merkmal einer posttraumatischen Belastungsstörung
Bei der Behandlung der Agoraphobie ist die „Reizkonfrontation in vivo“ eine wirksame Intervention

 

Frage 19

Welche der folgenden Aussagen zu Psychotherapieverfahren und -techniken treffen zu?

In der Verhaltenstherapie wird häufig eine Verhaltensanalyse nach dem SORKC-Schema durchgeführt
EMDR („Eye Movement Desensitization and Reprocessing“) ist eine Technik, die zur Behandlung von traumatisierten Patienten eingesetzt werden kann
In der tiefenpsychologisch orientierten Psychotherapie nimmt der Therapeut eine aktivere Rolle ein als in der klassischen Psychoanalyse
Positive Wertschätzung gehört zu den Grundprinzipien der Gesprächspsychotherapie nach Rogers
Das Training sozialer Kompetenzen ist eine Methode, die in der Verhaltenstherapie eingesetzt werden kann

 

Frage 20

Welche der folgenden Aussagen zum Betreuungsrecht treffen zu?

Die Einrichtung einer Betreuung ist identisch mit der früheren Praxis der Entmündigung
Fremdgefährdung ist eine der Voraussetzungen für eine betreuungsrechtliche Unterbringung
Gegen den freien Willen eines Volljährigen darf ein Betreuer nicht bestimmt werden
Das Vorliegen einer psychischen Erkrankung stellt eine zwingende Voraussetzung für die Einrichtung einer Betreuung dar
Eine Betreuung kann eingerichtet werden, wenn der Betroffene ganz oder teilweise nicht in der Lage ist, seine Angelegenheiten zu besorgen

 

Frage 21

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Störungen der Psychomotorik bei Schizophrenie können sein:

Katalepsie
Negativismus
Derealisation
Mutismus
Parathymie

 

Frage 22

Welche Aussage trifft zu?
Unter dem Begriff „Craving“ versteht man:

Vernachlässigung von sozialen Kontakten
Ein unwiderstehliches Verlangen nach einer Substanz
Eine Toleranzentwicklung während des Substanzmissbrauchs
Das Suchtpotential einer Substanz
Beschaffungskriminalität

 

Frage 23

Welche der folgenden Aussagen zur Suizidalität treffen zu?

Zu Beginn der Behandlung einer Depression mit Antidepressiva kann die Suizidalität zunehmen
Zu Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung einer Depression kann die Suizidalität zunehmen
Die überwiegende Zahl von Suiziden erfolgt als Folge krankheitsunabhängiger schwieriger Lebensumstände wie Arbeitslosigkeit oder Familienstand und weniger im Rahmen einer psychischen Erkrankung
In der Bundesrepublik Deutschland sterben mehr Menschen an Suizid als an illegalen Drogen
Hinterbliebene nach Suizid haben ein erhöhtes Risiko selbst psychisch zu erkranken

 

Frage 24

Welche der folgenden Aussagen zur generalisierten Angststörung treffen zu?

Die Angst ist auf bestimmte Situationen in der Umgebung beschränkt
Häufig werden Befürchtungen geäußert, der Patient selbst oder Angehörige könnten demnächst erkranken oder verunglücken
Die Störung findet sich häufiger bei Männern
Einzelsymptome sind Befürchtungen, motorische Spannung und vegetative Übererregbarkeit
Physische Beschwerden wie z. B. leichte Ermüdbarkeit oder Schlafstörungen sprechen gegen eine generalisierte Angststörung

 

Frage 25

Welche Aussage trifft zu?
Die Parkinsonkrankheit ist häufig verbunden mit psychischen Störungen, die den motorischen Symptomen vorausgehen können.
Hierbei handelt es sich am häufigsten um:

Schwere kognitive Beeinträchtigungen
Wahn
Depressionen
Angststörungen
Halluzinationen

 

Frage 26

Welche Aussage zur Negativsymptomatik (Minussymptomatik) trifft zu?

Im Verlauf von chronifizierten Schizophrenien treten häufig Negativsymptome auf
Eine Negativsymptomatik wird oft bei dissozialen Persönlichkeitsstörungen beobachtet
Agitiertheit ist ein typisches Negativsymptom
Negativsymptome sind unter medikamentöser Therapie in der Regel rasch rückläufig
Im Gegensatz zu Positivsymptomen sind Negativsymptome prognostisch wesentlich günstiger

 

Frage 27

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Manische Syndrome können gekennzeichnet sein durch:

Gereiztheit
Euphorische Stimmungslage
Konzentrationsstörungen
Assoziationslockerung
Fremdaggressives Verhalten

 

Frage 28

Welche der folgenden Aussagen zur Anpassungsstörung (nach ICD-10) treffen zu?

Bei Jugendlichen können Störungen des Sozialverhaltens zu dieser Störung gehören
Die Störung beginnt im Allgemeinen innerhalb eines Monats nach dem belastenden Ereignis
Die individuelle Disposition und Vulnerabilität spielt bei der Entwicklung einer Anpassungsstörung keine größere Rolle
Bei Kindern gehören regressive Phänomene häufig zu diesem Syndrom
Der Störung geht stets eine massive Traumatisierung, z. B. Gewalterfahrung, schwere Unfälle, Naturkatastrophen usw. voraus