Schriftliche Prüfung Online
Heilpraktiker Psychotherapie

Oktober 2025

Mit den folgenden Aufgaben wird Ihr Wissen geprüft.
Sie erhalten jeweils eine Frage, zu der verschiedene Lösungsmöglichkeiten angegeben werden.

Beantworten Sie bitte die folgenden Aufgaben, indem Sie die richtigen Antworten anklicken.

 

Frage 1

Eine Ihnen bekannte Patientin mit rezidivierenden depressiven Episoden stellt sich mit folgenden Beschwerden vor: Seit wenigen Wochen leide sie mehrfach täglich unter Herzrasen und Schweißausbrüchen. Bei der Begrüßung sagt sie: „Jetzt habe ich wohl auch noch eine Angststörung. War wohl nur eine Frage der Zeit. Ich wäre froh, wenn wir auf die Vorstellung beim Hausarzt verzichten könnten, dort ist es so schwierig, Termine zu bekommen und es ist ja bei mir alles klar.“
Welche der folgenden Aussagen trifft bzw. treffen zu?

Bei Vorliegen einer Symptomatik, die eindeutig einer psychischen Erkrankung zugeordnet werden kann, ist eine somatische Abklärung entbehrlich
Somatische Differentialdiagnosen bei der beschriebenen Symptomatik sind unter anderem das Phäochromozytom und die Hyperthyreose
Körperliche Beschwerden wie Schweißausbrüche, Herzrasen, aber auch Verspannungen, Schwindelgefühl und Bauchschmerzen können bei einer generalisierten Angststörung auftreten
Behandlungsziel sollte das Erkennen und Vermeiden von angstauslösenden Situationen sein
Zur Therapie einer generalisierten Angststörung eignet sich unter anderem eine sogenannte Exposition in sensu

 

Frage 2

Welche der folgenden Bereiche sollten unter anderem in einem Selbstbeurteilungsbogen abgebildet werden, um den Verlauf und Schweregrad einer Depression abzuschätzen?

Kognitive Symptome wie z. B. Konzentrationsschwierigkeiten
Emotionale Symptome wie z. B. Hoffnungslosigkeit
Physische Symptome wie z. B. Veränderung der Schlafgewohnheiten
Selbstwertgefühl wie z. B. Selbstablehnung
Wahnerleben wie z. B. Schuld- oder Bestrafungswahn

 

Frage 3

Welche der folgenden Aussagen treffen auf die bipolare affektive Störung zu?

Personen mit bipolarer affektiver Störung sind insgesamt längere Zeit manisch als depressiv
Bei manischen Episoden können Beeinträchtigungsideen auftreten
Bei jeder Depression sollte nach einer vorherigen (hypo-)manischen Episode gefragt werden
Bipolare affektive Störungen beginnen in der Regel früher als unipolare Depressionen
Frauen erkranken öfter an einer bipolaren affektiven Störung als Männer

 

Frage 4

Ein 42-jähriger Mann wird in einer fremden Stadt von der Polizei aufgegriffen. Er kann sich weder an seinen Namen noch an seinen Wohnort erinnern, wirkt jedoch äußerlich ruhig und orientiert. In der Befragung gibt er an, nicht zu wissen, wie er an diesen Ort gekommen sei. Es gibt keine Hinweise auf eine organische Ursache oder Substanzmissbrauch. Später stellt sich heraus, dass er seit mehreren Tagen von seiner Familie vermisst wurde und offenbar ohne erkennbare Absicht seinen Wohnort verlassen hat.
Welche Diagnose trifft am wahrscheinlichsten zu?

Dissoziative Identitätsstörung
Dissoziativer Stupor
Dissoziative Fugue
Trance- und Besessenheitszustand
Dissoziative Amnesie ohne Ortswechsel

 

Frage 5

Ein 35-jähriger Mann berichtet, dass er tagsüber oft plötzlich einschläft, auch in Situationen, in denen er aktiv ist oder sich konzentrieren muss. Nach einem kurzen Schlaf fühlt er sich erfrischt, wird jedoch bald wieder müde. Manchmal erlebt er eine plötzliche Muskelschwäche, die zum Sturz führt. Er beschreibt diese Episoden als unangenehm, da sie oft von lebhaften, angstbesetzten Träumen begleitet werden. Sein Vater habe ähnliche Symptome.
Um welche der folgenden Erkrankungen handelt es sich am ehesten?

Absencen
Narkolepsie
Primäre (nicht-organische) Hypermnesie
Schizophrenie
Schlafapnoe

 

Frage 6

Seit 3 Monaten ist eine Patientin bei Ihnen in Behandlung. Sie gibt an, dass sie sehr froh ist bei Ihnen endlich einen Behandlungsplatz bekommen zu haben. Seit dem Behandlungsanfang ist sie jedoch mehrfach zu spät gekommen, zwei Termine hat sie sogar ganz vergessen und sie schweigt häufig für längere Zeit, bis sie kurz vor Ende Behandlungsstunde wichtige Themen anspricht.
Welcher Begriff fasst das Verhalten der Patientin innerhalb des therapeutischen Settings zusammen?

Widerstand
Kompartmentalisierung
Gegenübertragung
Regression
Konversion

 

Frage 7

Welche der folgenden Eigenschaften gehört nicht zu den Diagnosekriterien der schizoiden Persönlichkeitsstörung?

Übermäßige Vorliebe für einzelgängerische Tätigkeiten
Emotionale Kühle, Distanziertheit oder flache Affektivität
Wenig Interesse an sexuellen Erfahrungen mit anderen Menschen
Geringe Frustrationstoleranz mit niedriger Schwelle für aggressives oder gewalttätiges Verhalten
Gleichgültigkeit gegenüber Lob oder Kritik

 

Frage 8

Was trifft bei der Enuresis zu?

Die Enuresis nocturna tritt häufiger auf als die Enuresis diurna
Man unterscheidet zwischen willkürlicher und unwillkürlicher Enuresis
Enuresis tritt nicht über das 18. Lebensjahr hinaus auf
Verhaltenstherapeutische Interventionen sollen möglichst vor dem 3. Lebensjahr eingesetzt werden
Kinderpsychiatrische komorbide Störungen liegen bei der sekundären Enuresis häufiger vor, als bei der primären Enuresis

 

Frage 9

Sie behandeln seit 4 Monaten eine 15-jährige Jugendliche, die eine depressive Symptomatik, ein gestörtes Essverhalten und ein Körpergewicht unterhalb des 3. BMI-Perzentils aufweist. Seit Beginn der Behandlung bei Ihnen hat sie nicht zugenommen. In der heutigen Therapiestunde wirkt sie sehr blass. Sie machen sich Sorgen um ihre körperliche Gesundheit.
Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Selbstinduziertes Erbrechen sowie Diuretika-Abusus können zu einer metabolischen Alkalose mit Hypokaliämie führen
Die Anorexie gehört zu den psychischen Erkrankungen mit der höchsten Letalität
Eine Labordiagnostik ist bei Patientinnen und Patienten, die an einer Anorexia nervosa leiden und sich in einer begleitenden Psychotherapie befinden, nicht notwendig
Das Refeeding-Syndrom stellt eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation im Rahmen der Therapie einer Anorexia nervosa dar
Antipsychotika zeigen bei Patientinnen und Patienten mit Anorexia nervosa keine Wirkung

 

Frage 10

Der Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie unterliegt verschiedenen Pflichten, die gesetzlich geregelt sind. Eine wichtige Pflicht ist die in der Berufsordnung der Heilpraktiker verankerte Schweigepflicht.
In welchen der folgenden Situationen darf oder muss ein Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie seine Schweigepflicht brechen?

Ein Patient bittet seinen Therapeuten schriftlich darum, medizinische Informationen an einen Facharzt weiterzugeben, um eine bessere Abstimmung der Behandlung zu bekommen
Eine Therapeutin erfährt, dass ihr Klient an einer Maserninfektion leidet
Ein Gericht fordert einen Heilpraktiker (Psychotherapie) im Rahmen eines Strafverfahrens auf, als Zeuge über Aussagen eines ehemaligen Patienten auszusagen
Während einer Therapiesitzung offenbart ein Klient, dass er eine Geiselnahme plant
Ein Therapeut erkennt, dass sein Patient akut suizidgefährdet ist und eine konkrete Absicht zur Selbsttötung geäußert hat, sodass unmittelbare Maßnahmen erforderlich sind, um ihn zu schützen

 

Frage 11

Welche der folgenden Aussagen in Bezug auf das Nervensystem sind richtig?

Das vegetative Nervensystem und das autonome Nervensystem sind zwei getrennte Systeme
Der Sympathikus und der Parasympathikus sind die wesentlichen Bestandteile des vegetativen Nervensystems
Der Parasympathikus regelt eher die Ruhephasen und die Regeneration und sorgt beispielsweise für eine Miosis (Pupillenverengung), regt die Verdauung an und verlangsamt die Herzfrequenz
Zu den vegetativen Störungen zählen Schwindel, Herzrasen, Mundtrockenheit und Erbrechen
Das autonome Nervensystem wird vom peripheren Nervensystem ohne Beteiligung des zentralen Nervensystems gesteuert

 

Frage 12

Die Parkinson-Krankheit ist eine häufige neurologische Erkrankung. Welche Symptome sind typisch für das idiopathische Parkinson-Syndrom?

Intentionstremor
Rigor
Essenzieller Tremor im Rahmen der Kleinhirndegeneration
Plexusparese
Hypokinese

 

Frage 13

Eine Klientin berichtet, dass ihr 6-jähriger Sohn in der vergangenen Woche einen Sitzsack in seinem Zimmer in der Dämmerung für einen in der Ecke lauernden Einbrecher gehalten hat.
Wie bezeichnet man eine solche Sinnestäuschung?

Derealisation
Paranoia
Wahn
Halluzination
Illusionäre Verkennung

 

Frage 14

Welche der folgenden Begriffe und Beschreibungen gehören nicht zu den Stadien der suizidalen Entwicklung nach Pöldinger?

Aggressionsumkehr – Aggressive Tendenzen nehmen zu und richten sich zunehmend auf den Betroffenen selbst.
Entschlussphase – In dieser Phase, in der der Entschluss gefasst worden ist, wirkt der Betroffene eher ruhig und entspannt („Ruhe vor dem Sturm“). Die innere Ausnahmesituation allerdings erlaubt keine realistische Einschätzung der Situation mehr. Der Betroffene befindet sich in seiner eigenen Welt, häufig mit „Tunnelblick“.
Suizidfantasien – Der Betroffene flüchtet sich mehr und mehr in eine Gedankenwelt rund um den Tod, in der der Suizid eine zunehmende Rolle spielt und eine scheinbare Erleichterung in Aussicht stellt.
Ambivalenz – Hin- und Hergerissen sein zwischen Wünschen zu leben und dem Gefühl, keine andere Möglichkeit zu haben, als sich das Leben zu nehmen. Häufig kommt es zu direkten Suizidankündigungen.
Erwägungsphase – In dieser Phase findet eine gedankliche Beschäftigung mit dem Suizid statt, gefördert durch belastende Lebensumstände und äußere Einflüsse.

 

Frage 15

Welche der folgenden Aussagen zu Psychotherapieverfahren treffen zu?

Beim kognitiv-verhaltenstherapeutischen analytischen Psychotherapiesystem (CBASP) wird die positive Verstärkung als wesentliche Motivierungsstrategie eingesetzt
CBASP ist speziell auf die Bedürfnisse und Erfordernisse chronisch depressiver Patienten und Patientinnen zugeschnitten
Eine speziell auf Sorgenkontrolle ausgerichtete kognitive Verhaltenstherapie hat sich bei der generalisierten Angststörung als wirksam erwiesen
Die kognitive Verhaltenstherapie mit Exposition und Reaktionsmanagement ist die Psychotherapiemethode der ersten Wahl bei Zwangsstörungen
Bei Behandlungsbeginn der posttraumatischen Belastungsstörung ist eine Retraumatisierung durch die Exposition mit dem traumatischen Inhalt notwendig

 

Frage 16

Sie möchten eine Raucherentwöhnung als Heilpraktikerin / Heilpraktiker, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, anbieten. Welche/s der folgenden Therapien – nach entsprechender Ausbildung – darf / dürfen Sie unterstützend anbieten?

Einzelhypnose
Gruppenhypnose in Ihrer Praxis
Verordnung einer Medikation wie z. B. Bupropion, Vareniclin oder Cytisin
Akupunktur
Kognitive Verhaltenstherapie

 

Frage 17

Welche der folgenden Merkmale sprechen für sich allein bereits für das Vorliegen einer paranoiden Schizophrenie?

Orientierungsstörungen in allen Modalitäten
Ich-Störungen
Störungen der Affektivität
Störung der Impulskontrolle
Inhaltliche und formale Denkstörungen

 

Frage 18

Welche der folgenden Substanzen verursacht im Rahmen des Konsums eine Miosis?

Amphetamine
Opioide / Opiate
Kokain
Psilocybin
Cannabis

 

Frage 19

Die Therapie von Alkohol- und Drogenabhängigkeit lässt sich in vier Phasen einteilen.
Welche der folgenden Phasen gehört nicht dazu?

Kontakt- und Motivationsphase
Entgiftungsphase
Entwöhnungsphase
Remissionsphase
Nachsorgephase

 

Frage 20

Eine übergewichtige Mutter berichtet Ihnen von ihrer anorektischen Tochter. Diese werde aufgrund des krankhaften Untergewichts derzeit in einer psychosomatischen Klinik behandelt. Die Dame berichtet Ihnen, trotz der Sorge um das eigene Kind, auch eine gewisse Bewunderung zu verspüren, da sie selbst gerne schlank wäre. Sie stellen die Hypothese auf, dass die Tochter einen von der Mutter ungelebten Wunsch unbewusst erfüllen könnte.
Wie nennt man das psychoanalytische / systemische Konzept, durch welches innerfamiliäre Aufträge und Vermächtnisse wie in der Hypothese beschrieben bewusst oder unbewusst weitergegeben werden?

Delegation
Parentifizierung
Elektra-Komplex
Doppelbindungstheorie
Reaktionsbildung

 

Frage 21

Wie kann man Minderjährige geschützt psychiatrisch unterbringen, die nicht freiwillig stationär aufgenommen werden wollen?

Eine Unterbringung kann nur bei akuter Eigengefährdung stattfinden
Das Familiengericht muss der Unterbringung zustimmen
Die Erziehungsberechtigten können eine Unterbringung nach § 1631b BGB beantragen
Eine Unterbringung kann nur mit dem Einverständnis der Erziehungsberechtigten erfolgen
Man kann Minderjährige nicht gegen ihren Willen geschützt psychiatrisch unterbringen

 

Frage 22

Entspannungsverfahren haben einen breitgefächerten therapeutischen Anwendungsbereich, sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen.
Welche der folgenden Aussagen sind nicht richtig?

Entspannungsverfahren führen zu verringertem Muskeltonus, Abnahme der Herzfrequenz sowie periphere Gefäßerweiterungen.
Imaginative Entspannungsverfahren haben sich bei posttraumatischen Belastungsstörungen und Schizophrenie als wirksames Therapiewerkzeug etabliert.
Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) ist ein autosuggestives Entspannungsverfahren, dass in Akutsituationen eingesetzt wird, um intrapsychischen Stress zu reduzieren. Über standardisierte Suggestionen wie Schwere- und Wärmesuggestionen kann schnell ein Zustand tiefer Entspannung herbeigeführt werden.
Eine stark ausgeprägte Hypotonie gilt als Kontraindikation.
Therapeutische Anwendungsbereiche für Entspannungsverfahren sind u. a. nicht-organische Insomnien und Parasomnien, Ängste und Hypertonie.

 

Frage 23

Ein 34-jähriger Patient mit einem schweren Waschzwang sucht therapeutische Hilfe. Neben kognitiven Methoden planen Sie Expositionstherapie mit Reaktionsmanagement einzusetzen.
Welche der folgenden Aussagen zur Expositionstherapie mit Reaktionsmanagement sind dabei am ehesten zutreffend?

Die Exposition sollte gezielt oft wiederholt werden, um eine bestmögliche Habituation an die angstauslösenden Reize zu ermöglichen
Expositionen sind nur bei sichtbaren Zwangshandlungen wirksam und zeigen bei Zwangsgedanken keine signifikanten Effekte
Um die Effektivität zu steigern, sollten Expositionen hauptsächlich in sensu durchgeführt werden
Bei Zwangsstörungen ist eine massierte Vorgehensweise angeraten, während ein graduierter Ansatz nicht zielführend ist
Auch extrem aversive und ungewöhnliche Situationen, die nicht zum normalen Alltag gehören, können in die Expositionstherapie einbezogen werden, um eine möglichst umfassende Konfrontation mit den Ängsten zu ermöglichen

 

Frage 24

Die operante Konditionierung ist ein wesentliches Konzept im Bereich der Verhaltenstherapie. Wie bezeichnet man es, wenn ein angenehmer Reiz entzogen wird, nachdem ein unerwünschtes Verhalten gezeigt wurde.

Direkte Bestrafung
Negative Verstärkung
Indirekte Bestrafung
Positive Verstärkung
Löschung

 

Frage 25

Ein Klient kommt zu Ihnen und zeigt, trotz vieler belastender Lebensbereiche und schwieriger lebensgeschichtlicher Ereignisse, eine starke Selbstwirksamkeit und innere Stärke. Er betont im Gespräch mehrfach, dass ihm die Freiheit und Selbstbestimmtheit sehr wichtig sei und er sich weder von schwierigen Lebensereignissen noch von äußeren Umständen, wie Beruf und Ehepartner, einschränken lasse.
Durch welche Begriffe werden diese Verhaltensweisen am besten charakterisiert?

Compliance
Kognitive Dissonanz
Reaktanz
Renitenz
Resilienz

 

Frage 26

Welche der folgenden Aussagen zum sekundären Krankheitsgewinn sind korrekt?

Der sekundäre Krankheitsgewinn beschreibt das bewusste Täuschen über Krankheitssymptome, um finanzielle Vorteile oder rechtliche Vergünstigungen zu erhalten
Im Gegensatz zum primären Krankheitsgewinn bezieht sich der sekundäre Krankheitsgewinn auf externe Vorteile, die durch die Krankheit entstehen
Der sekundäre Krankheitsgewinn ist ein bewusst gesteuertes Verhalten, das vorrangig in der Simulation vorkommt
Der sekundäre Krankheitsgewinn ist nur bei psychosomatischen Erkrankungen relevant und spielt bei organischen Erkrankungen keine Rolle
Ein sekundärer Krankheitsgewinn liegt vor, wenn eine Person aus ihrer Erkrankung einen persönlichen Vorteil zieht, beispielsweise durch vermehrte Zuwendung oder Entlastung von Pflichten

 

Frage 27

Welche Antworten zur posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind richtig?

Intrusionen gehören zu den Diagnosekriterien der PTBS
Der Betroffene sucht die Nähe zu Situationen, die an das traumatisierende Ereignis erinnern
Es kann zusätzlich zu Anzeichen einer Depersonalisation oder Derealisation kommen
Die Diagnose einer PTBS ist erschwert bei Vorliegen einer Depression
Wichtiges Kriterium in der Behandlung ist die frühe Konfrontation mit dem traumatisierenden Erlebnis

 

Frage 28

Die Gabe von Neuroleptika kann zu starken extrapyramidalen Nebenwirkungen führen. Welche Symptome können im Rahmen extrapyramidaler Nebenwirkungen auftreten?

Dyskinesien
Miktionsstörungen
Akathisie
Glossopharyngeus-Spasmus
Mydriasis