Ansbach 2009, 2011

Mündliche Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie in Ansbach

Erfahrungsbericht zur mündlichen Prüfung im Gesundheitsamt Ansbach im Jahr 2009

Mir wurde ein komplexes Fallbeispiel vorgelegt, dass ich hier nur sehr gekürzt wiedergebe und folgendes zum Schwerpunkt hatte:

„Einer Ihrer Patienten (34 Jahre alt), dem Sie seit einem halben Jahr wegen einer Depression behandeln, kommt in die Praxis, er wirkt gelöst bis heiter.“

Frage: „Was denken Sie zuerst?“ Antworten: Entweder hypomanische Phase nach Depression oder Suizidalität abklären (Ruhe vor dem Sturm).

Suizidalität und Krisenintervention

Dazu ging es dann richtig ins Detail: Suizidalität und Krisenintervention wurden sehr genau abgefragt.

  • Was ist bei akuter Suizidalität unbedingt zu tun?
  • Was tun Sie, wenn der Patient Ihnen nicht glaubhaft versichern kann, dass er keinen Selbstmord plant?
  • Wie könnte eine Krisenintervention konkret aussehen?
  • Wie sieht die Rechtslage aus?
  • Durch welches Gesetz ist die Zwangseinweisung geregelt?
  • Wie würde eine Zwangseinweisung aussehen, wenn der Patient unter Betreuung stünde?
  • Was unternehme ich bei Absprachefähigkeit?
  • Welche Phasen der Suizidalität gibt es? Wie bestimme ich die richtige Phase und wie verhalte ich mich jeweils?
  • Welche offiziellen Anlaufstellen gibt es in der Region? (Dazu nannte ich einige und erklärte, dass ich eine umfassende Liste dazu in der Praxis vorliegen hätte.)

Fragen zur Therapie

Dann kamen – wieder sehr detaillierte – Fragen zur Therapie:

  • „Wie gehe ich als Therapeut jetzt vor?“
  • „Wie baue ich die Therapie auf?“

Da wurde auch mehrmals nachgehakt und auf Einzelheiten wert gelegt. Dann sollte ich noch einige Interventionen aus der kognitiven Verhaltenstherapie erläutern, auch am Beispiel:

Der Patient klagt, es sei schon früher alles so schwierig gewesen, in der Schule, kein Abschluss, da sei es doch klar, dass er sein Leben nicht in den Griff kriege. Auch hier musste ich wieder genau mein Vorgehen beschreiben und begründen. Dazu sollte ich noch erläutern, wie ich das Vorgehen dann dem Patienten erkläre.

Schließlich erwähnte ich noch, dass in so einem schweren Fall unbedingt auch parallel eine psychiatrische Behandlung mit Medikation angebracht ist.

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