Ansbach I, II, III, IV, V
Mündliche Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie in Ansbach
Erfahrungsbericht zur mündlichen Prüfung im Gesundheitsamt Ansbach im Jahr 2025
Die Prüfung wurde im Gesundheitsamt Ansbach durchgeführt. Drei Prüfende, darunter zwei Prüfer und eine Prüferin, begrüßten freundlich und erkundigten sich nach dem Befinden sowie der Motivation für den Heilpraktiker für Psychotherapie (HPP). Nach einleitendem Gespräch startete ein Rollenspiel zur Demonstration psychopathologischer Befundabfrage und Differentialdiagnostik.
Im Rollenspiel stellte die Prüferin eine Patientin dar, die seit etwa einem Jahr und extrem in den letzten sechs Monaten nichts mehr essen könne. Die Abfrage umfasste äußere Erscheinung (normal), genaue Beschwerden, Dauer, Auslöser (Überzeugung von giftigen Zusätzen in Lebensmitteln, rotes Fleisch als Krebsursache) sowie Familien-, Sozial- und Somatische Anamnese. Wichtig waren Fragen zu Vorarztbesuchen (ohne Erfolg) und Suizidalität (verneint). Differentialdiagnostisch kamen Orthorexie als Essstörung, Zwangserkrankung, Wahn (hypochondrisch), oder ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung in Betracht.
Therapeutisch wurde kognitive Verhaltenstherapie empfohlen, beginnend mit Psychoedukation zur individuellen Definition von „gesund“ und Sokratischem Dialog. Nach 40 Minuten endete die Prüfung positiv mit Bestehensmitteilung. Die Atmosphäre war durchgehend wohlwollend und konstruktiv, nach anfänglicher Prüfungsspannung wie ein fachliches Gespräch.








