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Mündliche Heilpraktikerprüfung Psychotherapie April 2008

Gesundheitsamt Berlin

Meine schriftliche Prüfung hatte ich im März 2008 erfolgreich hinter mich gebracht. Die Mündliche machte mir schon immer die größeren Sorgen, da man ja immer wieder von einer gewissen Willkür der Prüfer hörte. So war ich ziemlich aufgeregt als zur Prüfung ankam.

Mein Prüfungsthema war Sucht – besonders Cannabis und Alkohol.

Zuerst erst ging es um die grundsätzlichen Begriffe wie Sucht, Abhängigkeit und Missbrauch. Zum Glück kannte ich die WHO Definition.

Dann sollte ich was über Cannabis erzählen. Ich fing damit an, dass Cannabis keine körperliche Abhängigkeit verursacht. Im Verlauf meiner weiteren Ausführungen hakten die Prüfer dann nach und schlossen dann weitere allgemeinere Fragen an zu Sucht und Substanzmissbrauch (Stichworte Toleranzentwicklung, Beschaffung als Denk- und Handlungsmittelpunkt, Einengung des sozialen Umfelds). Außerdem wurde nach den Auswirkungen des Substanzmissbrauchs gefragt (Stichworte Stimmungsveränderung, Denkstörungen, Gedächtnis, Koordination, Eigengefährdung, Fremdgefährdung sowie vegetative Auswirkungen). Dann ging es um Entzugserscheinungen (Schwitzen, Erbrechen, Schlafstörungen, allgemeine Unruhe).

Schließlich wurde noch nach Alkoholabhängigkeit weiter gefragt.

  • Es ging um die Definition der Anhängigkeit (psychisch und physisch),
  • Alkoholiker-Typen,
  • Phasen der Krankheit (präalkoholische, Prodo-mal-, kritische und chronische Phase)
  • Wie bestimmt man die Phase?
  • Ursachen von Alkoholismus nach den verschiedenen Theorieansätzen
  • Symptome des Delirium Tremens - Notfall
  • Körperliche Spätfolgen

Fall: Ein Patient möchte zu Hause entgiften, hat jedoch früher mehrfach während des Entzugs ein Delirium tremens entwickelt. Was muss ich beachten?

Zum Schluß gab es dann noch die Frage wie sich eine stoffgebundene von einer nicht stoffgebundenen Abhängigkeit unterscheidet.