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Mündliche Heilpraktikerprüfung Psychotherapie Juni 2008

Gesundheitsamt Köln

Prüfer waren eine Amtsärztin, eine Psychiaterin und eine Heilpraktikerin für Psychotherapie.

Nach der freundlichen Begrüßung haben die Prüfer sich erst einmal erkundigt, was ich bisher beruflich gemacht habe und wie meine Vorbereitung auf die Prüfung ausgesehen hat.

Nachdem ich noch erklärt hatte, warum ich gerne Heilpraktiker werden möchte, ging es mit den fachlichen Fragen los.

Mir wurde ein Fallbeispiel zur Schizophrenie vorgelegt.

Ein Ehepaar Mitte 40 sucht Sie in Ihrer Praxis auf. Der Mann erklärt, er schlafe in letzter Zeit nicht ganz so gut, habe aber eigentlich keine Probleme und sei nur auf Wunsch seiner Frau hier.

Die Frau gibt an, ihr Mann habe sich total zurückgezogen. Seit etwa einem Jahr treffe er sich nicht mehr mit Freunden und verlasse das Haus nur noch, um zu Arbeit zu gehen. Sobald er nach Hause komme, durchsuche er das ganze Haus nach Videokameras, von denen er sich beobachtet fühlt. Seit etwa einen halben Jahr sei es besonders schlimm: Er sei unablässig damit beschäftigt, Beweise dafür zu finden, dass er beobachtet werde.

Fragen:

  • Welche Erkrankung vermuten Sie? (→ Schizophrenie)
  • Durch welche Fragen können Sie ihre Verdachtsdiagnose absichern? (→ Rollenspiel)
  • Erklären Sie die Begriffe hebephrene und katatone Symptome.
  • Lässt sich eine Schizophrenie ausschließen, wenn es außer den o. g. keine weiteren Symptomen gibt?
  • Gibt es andere mögliche Diagnosen?
  • Worin besteht der Unterschied zur schizoiden Persönlichkeitsstörung?
  • Was ist eine Schizotype Störung?