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Mündliche Heilpraktikerprüfung Psychotherapie April 2013

Gesundheitsamt Mainz

Gedächtnisprotokoll Mainz 23.04.2013

Die Prüfung fand im Gesundheitsamt in Mainz statt.
Um 9.00 Uhr war mein Termin – ziemlich pünktlich wurde ich hereingebeten.

Der Amtsarzt (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) sowie die beiden Beisitzerinnen (beide Heilpraktikerinnen für Psychotherapie) stellten sich vor.

Übliches Procedere: Fühlen Sie sich gesundheitlich in der Lage an dieser Prüfung teilzunehmen?

Warum wollen Sie Heilpraktiker für Psychotherapie werden?
Sie haben vergangenes Jahr schon einmal an der Prüfung teilgenommen, wie haben Sie sich für die heutige Prüfung vorbereitet?
Ich hatte in der ersten Prüfung eine Panikattacke mit komplettem Blackout, habe mich der Sache gestellt – keine Vermeidung mehr ;)
Hypnotherapie, Entspannungsverfahren, multimodale Therapie
Plus bessere Fachliteratur und Einzel- und Gruppencoaching (Prüfungssimulation)

Dann Kontraindikationen für die Hypnotherapie erklären.
Bsp. Schizophrenie:

  • kann in symptomfreier Phase produktiv-psychotische
  • habe keine Erfahrung in der Arbeit mit schizophrenen Patienten, deshalb Weiterleitung des Patienten

Token-Systeme ausführlich erklären

  • Unterschied zum Verstärker (ist motivationsspezifisch!)

Beispiele geben, nicht nur eines!

Was ist eine Somatisierungsstörung?
Unterschied zur somatoformen Störung?
Anhand eines Fallbeispiels vom Prüfer – Wie würden Sie mit solch einem Patienten arbeiten?

Betreuungsgesetz
Über welche 3 Bereiche darf ein Betreuer entscheiden?

Dann der Fall:
22jährige Studentin – kann den Vorlesungen nicht mehr folgen. Kann sich nicht mehr auf die Fachliteratur konzentrieren, Gewichtsverlust, nimmt kein Essen mehr in der Mensa zu sich, da dieses nicht mehr schmeckt (chemischer Beigeschmack). Die Mitstudenten erzählen, dass dem Essen Zusatzstoffe für eine Versuchsreihe beigemengt werden; dies stehe auch in der Zeitung.

3 Verdachtsdiagnosen / 3 Differentialdiagnosen
(Penibel nach der F-Reihe vorgehen, Drogen und Suizidalität nicht vergessen,
alle Symptome einer depressiven Episode abchecken)

Danach sollte ich 5 Schritte vor die Türe gehen: … Bestanden!!!!

Fazit: Den Prüfer nahm ich als nüchtern, sachlich aber nicht unfreundlich wahr. Er vermittelte mir keine mimische Zustimmung, wenn eine Frage beantwortet war, ging dann zur nächsten Frage über.
Ich konnte stets nachfragen, wenn ich etwas nicht verstanden hatte.
Er gab immer konkrete praktische Fallbeispiele, um seine Fragen zu verdeutlichen.
Die eine Beisitzerin hat mich mit einer Nachfrage verwirrt – nicht durcheinanderbringen lassen!